Geschichte

Per Zufall stiess eine an MS erkrankte Ärztin auf den wohltuenden Effekt der Kühlung, als sie von einem Platzregen überrascht wurde. Verblüfft stellte sie fest, wie die nass-kalte Kleidung ihr half, länger gehen zu können, ohne zu ermüden. Der Grund: Die beim Trocknen der Kleider entstehende Verdunstungskälte kühlte den Körper; dadurch konnten die Nervenzellen Impulse wieder schneller weiterleiten, die Gliederschmerzen liessen nach, Arme und Beine wurden beweglicher.


Hightech-Textilien mit Kühleffekt
Könnte dieser Effekt nicht auch ohne Regenguss erzeugt werden? Liesse sich mit High-Tech-Textilien der Verdunstungseffekt nachahmen? Kühlsysteme, die am Körper getragen werden, befinden sich bereits in Raumfahrt- und Militäranzügen. Doch diese Modelle erweisen sich meist als wenig alltagstauglich: Sie sind viel zu sperrig.
Personen können sich mit ihnen nicht in der Öffentlichkeit bewegen. Um eine tragbare Lösung zu entwickeln, griffen WissenschafftlerInnen der Empa auf Membranen zurück, die in der Bekleidungsindustrie weit verbreitet sind. Wasserdichte, aber zugleich atmungsaktive Verbundschichten lassen einen Hohlraum eine Art Container - entstehen, der mit 20 60 ml Wasser befüllt wird. Während das Wasser auf der Aussenseite der Hose verdunstet, stellt sich innen ein angenehmer Kühleffekt ein. Bis zu 60 Minuten lang (je nach Tätigkeit) lässt sich die Hautoberfläche dadurch um bis zu 5 C abkühlen. Wenn das Wasser verdunstet ist, kann es beliebig oft wieder nachgefüllt werden.

Nach der Erforschung des Materias, wurde in einem klinischen Versuch an MS-Patienten im Rehabilitationszentrum in Valens gezeigt, dass partielle Kühlung der Extremitäten eine deutliche Verbesserung sowohl der körperlichen, als auch der kognitiven Leistungsfähigkeit erzielt werden kann.

Im medizinischen Anwendungsbereich arbeiten wir in Zukunft mit der VSP, Vereinigung Schweizer Schmerzpatienten in Basel zusammen.

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